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Ich mache einen Abflug

Zwei Wochen. 14 Tage. Ihr werdet nicht einmal merken, dass ich weg bin. Ich werde Filme belichten, lesen, Geschichten schreiben und mich treiben lassen. Bastian wird unterdessen auf meine imaginäre Orideenzucht und meine liebe Gangsterfreundin Anna aufpassen und Ädu wird mir mein eigenes Hueregopferdammisiech-Shirt siebdrucken.

Ihr könnt, wenn ihr mögt, derweil an eine Lesung von Reeto von Gunten gehen, ein wenig gute alte Rockmusik hören. Und neue. Und mir schon mal mitteilen, ob ihr an einem AvatarDay 2010 im November interessiert wärt.

Und lasst euch nichts gefallen. Nie!

— 1 year ago
#pictura 
Murpflegi Nacktelefante – Diashow im Kopf

Gestern war ich bei der „Probe“ von Reeto von Gunten‘s neuer Tour Lugihüng. Naja, probiert hat er nicht viel, soweit ich das beurteilen konnte, hat eigentlich alles ganz gut geklappt. 

Die letzte Tour von Reeto habe ich drei Mal gesehen, nicht, dass es so geplant gewesen wäre, es hatte sich einfach so ergeben. Und auch an die Tickets für die Probe im Mokka gestern bin ich eigentlich nur per Zufall gekommen. Aber die Zufälle meinen es eben immer gut mit mir. Und ganz anders auf seiner letzten iSee-Tour, wo Reeto Dias gezeigt hat, präsentieren sich die Bilder zu den Geschichten über die Lugihüng nur in den Köpfen der Zuhörer. 

Eine Geschichte vorgetragen zu bekommen ist in jedem Alter schön, das ist es vermutlich, was diesen Anlass so wunderbar macht. Reeto erzählt von der Liebe, erst davon, wie sie geht, dann davon, wie sie kommt, und von Lügen, die ja immer irgendwie da sind. Er projiziert Dias in unsere Hirnrinde von einer ambitionierten Muschel, einem lustlosen Pandabären und einem Wurm, der eigentlich noch viel mehr ist. Und von diesen murpfligen Nacktelefanten, die, soviel sei verraten, an einem ganz besonderen Ort zu Hause sind. Und vor allem inspiriert Reeto von Gunten mit seinen Lesungen immer wieder, wenn er die Sprache formt wie Wachs in einer warmen Hand, wenn er Wörter festhält, weil sie wertvoller sind als jeder Besitz. Ich werde mich an der Nase nehmen und vermehrt die Worte, die in meinem Kopf herumgeistern, auf Zettel notieren und sammeln. Einfach so, weil sie eben kleine Schätze sind.

Ihr kennt die Suchbilder, auf denen man jedes Mal von Neuem etwas entdeckt, das einem bisher noch gar nicht aufgefallen war. So ist das auch mit Geschichten, und deshalb werde ich ein weiteres Mal den Erzählungen von Reeto von Gunten‘s Lugihüng horchen

Nicht, dass ich mir hier jetzt herausnehme, euch irgendetwas zu empfehlen, ihr seid selbst gross genug. Aber hey, das ist ein Blog, worüber sollte ich sonst schreiben?

— 1 year ago
#pictura  #Worte 
Freundschaft ist eine Seele in zwei Körpern. Aristoteles

Wann habt ihr euren Freunden das letzte Mal Danke gesagt? Ich tue es hier und jetzt. Ich will mich bedanken mich für den Spass, den wir zusammen haben. Für die ehrlichen Worte, die mich immer wieder klar sehen lassen. Dafür, dass sie da sind, wenn ich sie brauche. Einfach dafür, dass sie meine Freunde sind.

In Zeiten der sozialen Netzwerke sind wir mit hunderten von Menschen verknüpft. Facebook und Co. ermöglichen uns, den Kontakt zu Bekanntschaften aufrecht zu erhalten. Viele haben 500 und mehr Freunde in ihrer Liste. Dabei ist „Freund“ hier möglicherweise nicht ganz die richtige Bezeichnung. Freundschaft ist einer der kostbarsten Werte in unserem Leben, zu oft vergessen wir das. Dabei glaube ich tatsächlich an diese Theorie vom Topf und seinem Deckel, nur dass es sich dabei um eine ganze Pfannenschublade handelt, und dazu gibt es mehrere Deckel, die auf verschiedene Pfannen passen. Auf unserem Weg durch das Leben begegnen wir immer wieder Menschen, die uns für ein gewisses Stück – vielleicht für immer – begleiten. Sie bereichern unser Leben und wir ihres. Ich glaube aber auch, dass gerade über die modernen Möglichkeiten des Internets, die unsere Zeit bietet, schöne Freundschaften entstehen können. Ja, ich habe es erlebt.

Ein guter Freund von mir ist letztes Jahr gestorben. Er hatte ein grosses Herz und wusste immer für alle Rat, egal, wie schlecht es ihm gerade ging. Und auch heute ist er noch irgendwie da, nämlich immer dann, wenn ich mich frage, „was hätte er mir geraten“. Von ihm habe ich gelernt, wie viel es einem geben kann, zu geben. Ich will da sein für meine Freunde, in jeder Situation, sei es auch mit einer noch so kleinen Geste. So schenke ich einer Freundin meine Sonnenbrille, wenn sie verkatert ist, und helfe einer anderen bei einem Wasserschaden die Wohnung auszuräumen, um meine Arbeit dann in einer Nachtschicht fertigzustellen. Oder ich schreibe einfach nur eine SMS, um zu sagen: ich glaube an dich.

Ich erwarte von meinen Freunden, dass sie ehrlich zu mir sind, und dass ich auch ehrlich zu ihnen sein darf. Ihr Lieben, staucht mich zusammen, wenn ich es verdient habe. Aber ich werde euch auch sagen, wenn ihr mir mal wieder so richtig auf den Senkel geht. Aber ich will euch auch sagen, wie froh ich um euch bin: Danke, dass ihr meine Freunde seid!

— 1 year ago
#pictura 

“Dream as if you’ll live forever. Live as if you’ll die today.”
James Dean

— 1 year ago
#pictura 
In einer perfekten Welt

In einer perfekten Welt hätte Schokolade keine Kalorien, die Spaghettisauce würde nie aufs weisse Shirt tropfen und Alkohol würde nur lustig, aber nicht betrunken machen. 

Das Tolle ist, in Träumen ist alles möglich. Da sind wir stark, schön und klug. Während wir uns im Alltag oft vor den einfachen Dingen fürchten. Weil wir glauben, etwas nicht zu können. Es gibt diese Geschichte vom angeketteten Elefanten: Nur an einem kleinen Pflock, ein paar Zentimeter tief in die Erde eingegraben, ist er angebunden. Mit seiner Grösse und seinem Gewicht wäre es ihm problemlos möglich, den Pflock auszureissen und wegzurennen. Doch er tut es nicht, weil er, als er noch ein junger Elefant war, genau das probiert hatte, und noch nicht stark genug dafür war. Nur weil wir an etwas einmal oder zweimal gescheitert sind, heisst das nicht, dass wir nicht genau heute stark genug dafür sind.

Wir werden noch des Öfteren über der einen oder anderen Aufgabe grübeln, die uns das Leben stellt, aber wir sollten nicht aufgeben. Alles, was gut schmeckt, wird weiterhin Kalorien haben, aber wir können sie geniessen. Und die Tomatenflecken auf dem Shirt sollten uns nicht stören, wozu gibt es schliesslich Waschmaschinen?

 

— 1 year ago with 1 note
#alltag  #pictura