
Es gab ein Bayerisches Znacht und über das MacBook haben wir in der Küche Flug und Mietauto gebucht. Und bei der Auswahl des Appartements war wichtig dass: es in der Altstadt liegt, eine Terrasse hat, nach Möglichkeit zwei Schlafzimmer und eine grosse Küche damit wir gemeinsam kochen können. Einige der Wohnungen hatten sogar ein Solarium, einen Pizzaofen oder eine Füesslibadewanne.
Und erst Wochen später habe ich festgestellt, dass es mich keine Sekunde interessiert hatte, ob es dort ein WiFi hat. Tut es immer noch nicht.

Im Kochen Magazin bin ich auf die «Markt News» (ein dezenterer Ausdruck für «Werbung») gestossen. Hier wird die personalisierte Ketchupflasche von Heinz Ketchup angepriesen. Lustige Idee, denke ich spontan. Und dann, auf der (Flash!-) Seite, werde ich überfallen von so viel Heinz 2.0: Ich kann also nebst dem Bestellen von personalisierten Etiketten von einem Heinz-Swissfriends-Angebot profitieren, Musikvideos machen und zu youtube stellen, E-Cards senden und natürlich bei Facebook Fan von dieser Tomatensauce werden.
Alles in Allem ist die Seite ganz lustig gemacht, und die Ideen hinter den Angeboten sind es auch. Ich frage mich jetzt, ob bei diesen ganzen interaktiven Aktionen das Produkt nicht zu stark in den Hintergrund rückt. Zudem sind wir schon Facebook-Fans von Waschmittel, Currywurst, Billy-Regalen… Was denkt Ihr zu diesen Aktionen? Macht Ihr bei sowas überhaupt mit?
Und mal ehrlich, wer will einen Heiratsantrag zu Schni-Po via Ketchupflasche erhalten?

Unsere Urgrosseltern und Grosseltern haben sich die Zukunft ausgemalt: Wie werden Autos, Züge, Schiffe im Jahr 2000 aussehen? Wird man zum Mond oder zum Mars fliegen können? Heute denken wir zurück. Wie war es ohne Autobahnen durch die ganze Schweiz? Ohne voll erschlossene Zug- und Busverbindungen?
OHNE INTERNET?!
Was würdet Ihr tun, wenn morgen das Internet für immer gelöscht würde? Bei Twitter findet Ihr bereits ein paar Antworten.