
Heute wird Hans Erni von der Gesellschaft Schweiz-Russland GSR für sein völkerverbindendes Engagement geehrt. Anlass dazu ist sein Plakat von 1944 für die damalige Gesellschaft Schweiz-Sowjetunion GSS. Seine eigentlich harmlose Arbeit wurde nach Fertigstellung vom Bundesrat wegen “Propaganda für eine kriegsführende Macht” verboten.
Hört man Hans Erni reden, erhält man den Eindruck, dass ein Künstler, vielleicht jeder Künstler, für die Völkerverständigung einstehen sollte. Die Kunst hat die Macht, etwas über die (Sprach)-Grenzen hinaus zu kommunizieren.
Mit dem Internet könne er nicht viel anfangen, meint der 101jährige. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir heute dank des World Wide Web das tun können, was früher nur die Kunst fähig war zu tun: wir können über die Grenzen hinaus kommunizieren, wir können aufklären und uns verständigen. Ich will nicht soweit gehen, zu behaupten, Blogger seien Künstler. Aber dennoch sind unsere Blogs in gewisser Weise Selbstportraits, unsere Tweets und Flickr-Galerien Zeugnisse unserer Zeit. Und Hans Erni’s Einstellung zu seinem Schaffen können wir uns für auch für unser Tun zu Herzen nehmen:
«Ich höre nicht auf täglich Neues in irgend einer Form sichtbar zu machen. In dem Augenblick in dem ich das tue, muss ein Vorstoss ins Ungewisse spürbar sein.»
Alle Links mit Berichterstattungen zu dem Tag:
Ein Rückblick auf den Tag mit Hans Erni in Luzern von Markus Baumgartner
Im Gespräch mit Hans Erni von Ralph Hutter
Hans Erni im Netz von Christian Leu
Hans Erni respektive #hanserni von Yves Maurer
Hans Erni von Bastian Widmer
Meine Fotos von Hans Erni in seinem Atelier und von Heute im Hans Erni Museum sind in meinem flickr-Stream.
Inspiration ist mir sehr wichtig. Die Menschen, die mir nahe sind, inspirieren mich alle auf ihre Weise. Vielleicht suchen wir unsere Begleiter ja unbewusst danach aus.
All die Sozialen Dienste bieten uns auf einen Schlag viele neue Begleiter (da fällt mir auf, dass mir dieser Ausdruck lieber ist als «Verfolger»). Twitter inspiriert mich immer wieder mit Wörtern, Ideen, Links, und natürlich den Menschen, die hinter dieser Essenz stehen, welche wir täglich mitlesen dürfen. Es scheint allerdings, als ob die Dynamik, welche hier noch vor einem Jahr so deutlich zu spüren war, etwas ins Schleppen gekommen wäre. Kennen wir uns alle schon zu gut und können uns deshalb nicht mehr so einfach gegenseitig inspirieren?
Wie es wohl wäre, wenn man alle seine Twitterfreunde löschen würde und mit ganz unbekannten Leuten neue Gespräche beginnen würde?
Nein, das werde ich nicht tun. Ich werde mir Mühe geben, euch zu inspirieren.

Nein, nicht schon wieder eine Filmkritik, die Letzte war ja genau genommen auch keine. Aber mir spukt nun dieser Gedanke durch den Kopf: Wieviel wiegt mein Leben? Und wieviel davon ist unnötiger Ballast?
Auszug aus dem Vortrag «What’s in your Backpack?» von George Clooney als Ryan Bingham in «Up in the air»:
«Stellen Sie sich vor, Sie trügen einen Rucksack auf dem Rücken. Spüren Sie die Trage-Riemen auf ihren Schultern? Und nun packen Sie ihn, mit all den Dingen, die ihr Leben ausmachen, angefangen mit den kleinen Sachen. Na, was so in den Regalen liegt und in Schubladen - Die Souvenirs. Spüren Sie das Gewicht? Es wird schon mehr. Dann kommen die größeren Sachen. Kleidung, Bettwäsche, Ihr Fernseher. Mittlerweile ist der Rucksack schon schwerer. Nehmen wir noch mehr. Das Sofa, das Bett, die Kücheneckbank; stopfen Sie alles da rein. Ihr Auto, das auch. Ihr Zuhause. Egal, ob es sich um eine Einzimmerwohnung handelt oder ein freistehendes Haus. Egal wie groß. Stopfen sie alles da rein. Jetzt versuchen sie zu gehen.»
Doch dies ist lediglich ein Teil des Vortrages. Wenige Sekunden später wird der erträumte Rucksack angezündet und die Frage, die Ryan in den Raum der Zuhörer wirft, ist folgende: «Was würden Sie retten, wenn sie könnten?». Und das Packen geht weiter mit den Menschen, die einem nahe sind.
Ich hüte mich, die Geschichte des Films hier zu verraten. Nur soviel: dass er immer wieder Wendungen nimmt, die man so nicht erwartet, und dass das Ende eigentlich keines ist, ist sehr erfrischend. Und irgendwann im Verlauf der Geschichte wird folgender Satz gesprochen: «Manchmal muss man seinen Rucksack einfach zuerst ganz leeren, um zu wissen, was wirklich hinein gehört.» Und manchmal passt dies dann eben doch nicht hinein.

Nach meinem Fotoshooting im Kosmetikstudio hat mir das Team wunderbar duftende Kosmetikprodukte mitgegeben. Ganz gross angepriesen wurde das Re-Beauty Fluid gegen die Hautalterung.
Ich freue mich sehr und mache jetzt diese (Re-)Schönheitskur, in einem Monat werden wir sehen, was sie gebracht hat. Ich könnte vorher-nachher Fotos machen, aber die sind ja doch immer gefaked. So wie die Fett-Analyse Fotos der Schlankheitsinstitute übrigens auch. Aber das habt Ihr bestimmt bereits geahnt.
Zugegeben, ich habe eine Verjüngungskur nicht unbedingt nötig. Kürzlich «durfte» ich im Coop für ein Eve sogar den Ausweis zeigen. Da kam mir der Gedanke, mich ab sofort als 25 auszugeben. Die Idee gefiel mir: mein Alter würde wohl niemand hinterfragen und ich hätte 5 Jahre geschenkt. Was würdet Ihr (anders) machen, wenn ihr 5 Jahre zurück könntet?
Aber letzten Endes muss ich doch sagen, es ist gut, so wie es ist.